#leDschungelhupf – Ein Wochenende in Straßburg [jawollTravel]

 

Ich weiß schon gar nicht mehr, wann genau es war als ich Miri schrieb, dass ich bald mal ein paar Tage allein weg fahren möchte. So, wie ich es früher, äh, eher selten, aber doch manchmal gemacht hab. Zu dem Zeitpunkt war mein Allgemeingemütszustand eher unzufriedenstellend und ich dachte, ein bißchen alleine durch ne fremde Stadt stromern würde mir gut tun. Aber schon nach ein paar Tagen gedanklichen Durchplanens ging mir auf, dass ich freie Zeit und Abenteuer am liebsten mit meiner Familie oder mindestens mit meinem Mann erlebe. Also wurde aus dem alleinigen Wochende in Straßburg ein Familienausflug.

Und als ich Miri das erzählte, meinte sie: „Da würde ich auch mitkommen, dann könnten wir das wirklich hübsche Apartement ausprobieren, das ich auf Airbnb gefunden hab.“

Wer Miri kennt, der weiß, dass ferienwohnungstechnisch auf sie Verlass ist. Sie selber nennt sich auch gerne „Trüffelschwein für tolle Hotels und Apartements“. Also wurde gebucht, ein Babybett und ein Kinderstuhl für den Großen mitbestellt und gut war. Ein paar Tage später schrieben wir ein paar Tweets zu unseren Plänen und 140 Zeichen später hatten wir Frau Schabakery ins Kinderzimmer einquartiert.

Sie wurde vorher instruiert, dass es genau 2 Dinge gibt, die das Wochendende bestimmen werden: Essen und die Kinder. Denn wenn Mittagschlafzeit/Fläschchenzeit ist, möchte keiner von uns die Jungs müde und/oder hangry erleben. Beidem konnte sie zustimmen. Während wir dank Michaels selbstgemachter Bolo und Gin im dämmrigen Wohnzimmer mit dem regelmäßigen Wunsch nach Fläschchen bestens klarkamen, schaffte uns die Hitze wirklich enorm. Mich und den Mann zusätzlich unser Navi und wirklich blöde Schilder (jaja, das sind nur Empfehlungen), aber lassen wir das. Ein Drittel der Zeit waren wir damit beschäftigt, die Hitze aus der Wohnung zu bringen, uns gegenseitig zum Wassertrinken zu ermutigen oder uns von leichten Kreislaufkolläpsen zu erholen. Das führte eben dazu, dass wir die Freitag- und Samstagabende lieber in der Wohnung verbrachten als nochmal auf die Gass zu gehen.

Aber jetzt mal ehrlich, bei so ner schönen Wohnung und so netter Gesellschaft fällt das auch gar nicht schwer. Ich bin immer wieder erstaunt, wie entspannt unsere Kinder in Gesellschaft unserer Freunde sind. Man behauptet gern, dass es an uns entspannten Eltern läge. Ich aber sage, dass es an unseren Freunden liegt, die die richtige Mischung aus Verständnis für das heulende Kind (er hörte nur auf, weil ich ihn vom Karussell weg getragen und ein Eis versprochen hab) und Interesse mitbringen („gut, dass du Feuerwehrmann Sam nicht dabei hast, den hätte ich nicht vorgelesen“). Dazu kommt, dass man uns gern mal anmotzt, wir sollen doch gefälligst mal in Ruhe zu Ende essen, man würde sich schon um die Kinder kümmern. Und wuusch verschwindet der Große mit Michael beim Traktor und der Kleine wird von Frau Schabbi bespaßt. Ihr seid die Besten!

An dieser Stelle gratulieren wir alle nochmal Onkel Michael Star Lord Uberhusband, der am Sonntag Geburtstag hatte. Und für den Miri den besten Geburtstagspfannkuchenturm gebacken hat, den ich je gegessen habe. Das Rezept findet ihr hier. Großer Dank geht auch an Miris Eltern, die uns als Abschluss des Wochenendes so großzügig bewirtet haben. Ich weiß, dass ihr hier mitlest 😉

Straßburg selbst war okay. Ein bißchen Sightseeing, ein bißchen Shopping, ein bißchen viel Essen. Oder um Miri zu zitieren: „Eigentlich ist es egal, wo wir hinfahren, hauptsache, wir haben uns.“

 

3 Gedanken zu “#leDschungelhupf – Ein Wochenende in Straßburg [jawollTravel]

  1. Ich möchte generell niemanden egal welchen Alters müde und hangry erleben, wenn es sich vermeiden lässt 😉
    Es war ein großartiges Wochenende in bester Gesellschaft, was will man mehr?! Wir haben geweint (vor Lachen, also die meisten von uns), getanzt (döp döp döp), getrunken (“ Trink mal Wasser“) und Pommes geteilt… Besser geht’s ja wohl nicht, oder?!
    Und eigentlich habe ich ja nicht viel Schabbitainmentmäßig gemacht außer zu fragen, was da los ist, mit meinen Fingern durch die Luft zu fahren und den jungen Mann immer mal wieder zu wenden 😉 Es hat mich auf jeden Fall vor weiteren Verletzungen bei der Essenszubereitung bewahrt…

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    • Word! Also alles, was Frau Schabbi sagt!
      Andere Eltern reagieren ja auch seltsam, wenn man Lieder über dicke, dunkelblaue Achselhaare des Babys singt oder zu Anaconda vor der Babynase rumsquattet.
      Das ist schon alles gut so mit uns allen.

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  2. Pingback: life on fernlane - Ein Wochenende in der schönsten Airbnb-Wohnung von Strasbourg.

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